Stadtbus Barsinghausen in der Diskussion

 
Foto: Dr. Dirk Härdrich

Besuch bei Regiobus in Pattensen

 

Da die Regiobus derzeit nicht optimal aufgestellt ist, wird es in den kommenden Wochen und Monaten dazu kommen, einige der bedienten Linien in der Region zu überprüfen und ggf. auszudünnen oder gar zu streichen.
In Barsinghausen ist der Stadtbus davon betroffen.
Allerdings sollen die Linien 501 und 502 nicht gestrichen, sondern in der Linienführung optimiert werden.

Die Linie 533 von Empelde entlang der B 65 nach Bad Nenndorf allerdings soll gestrichen werden.

 

Für die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes wurde das Liniennetz der Regiobus einer intensiven Prüfung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass – tw. auch durch die sehr ausgedehnten Strecken in der Region mit oft geringer Auslastung die Kostenstruktur von Regiobus im Vergleich zu anderen Regionalbusanbietern schlechter ist und das Defizit in den kommenden Jahren weiter steigen könnte.

Auch langfristig abnehmende Schülerverkehre tragen dazu bei, ebenso die nicht immer günstige Lage der Betriebshöfe (z.B. Eldagsen). Um die Kostenstruktur zu optimieren, ist nach Einschätzung der Verwaltung in der Vorlage 0779 (IV) eine Überprüfung von Linien und Anpassungen, in Teilen auch Ausdünnungen und Streichungen erforderlich.

So gibt es Linien, die eine sehr geringe „Angebotseffizienz“, wie es so schön heißt, haben, d.h. unter 1 Fahrgast je Fahrzeugkilometer. Plastisch gesprochen bedeutet dies, dass es Zeiten gibt, in denen die Busse faktisch leer fahren. Dass es da erforderlich ist, genauer hinzuschauen, bedarf m.E. keiner Erklärung. Bei der Linie 533 ist das zu bestimmten Zeiten an bestimmten Tagen der Fall.

In solchen Fällen wird in der Vorlage angeregt, die Angebotsdichte z.B. Samstags- oder Sonntagsfrüh oder Spätabends auszudünnen und auf den Mindeststandard (1 Fahrt je Stunde) zu reduzieren. Auf der anderen Seite sollen stark frequentierte Strecken ausgebaut und zu hochwertigen Angeboten weiterentwickelt werden, um auf diese Weise dort Einnahmen zu generieren.

 

In Barsinghausen steht natürlich der Stadtbus mit seinen beiden Linien 501 und 502 unter Beobachtung. Wer selber diese Busse öfter beobachtet (der 501 fährt relativ direkt bei mir vorbei), wird immer wieder die Beobachtung machen, dass die südlichen Strecken weniger stark ausgelastet sind, als die in der Nordstadt und dass es (z.B. ab Samstagmittag) Fahrten gibt, in denen der Bus leer ist oder nur ein Fahrgast im Bus sitzt. Das vor dem oben geschilderten Hintergrund eine Überprüfung erfolgt, halte ich zunächst nicht nur für normal, sondern für erforderlich.

In der Vorlage stehen dazu folgende Aussagen:

„Die durchschnittliche Besetzung liegt deutlich unter dem Sollwert. Angebot und Linienführung beim Stadtbus Barsinghausen sollen im Hinblick auf die Nachfrage, Siedlungsentwicklung und Effizienz überplant werden“.

und:

„Prüfung der Anbindung des Gewerbe- und Einkaufsgebietes „Reihekamp“ (REWE, ALDI, dm usw.);

Planungsansatz: gegenläufiger Ringverkehr in Form einer „Acht“.

 

Das heißt, es geht nicht um die Streichung, sondern darum, die Auslastung zu verbessern und durch eine Veränderung der Linienführung und die Anbindung neuer Gebiete zu optimieren.

Daher schlage ich vor, dass wir Vorschläge sammeln, wie dies gelingen kann, weil ich es für zielführender halte, mit konkreten Vorschlägen mitzugestalten, als zu kritisieren und auf die Regiobus ggf. sogar zu schimpfen.

Daher bitte ich darum, Eure Verbesserungsvorschläge zur Anbindung oder zur Veränderung von Streckenführungen des Stadtbusses Barsinghausen (501/ 502) zukommen zu lassen.

Für Ihre Mitarbeit danke ich Euch schon jetzt!

 
Regiobus3Foto: Dr. Dirk Härdrich

Teilen Sie mir Ihre Verbesserungsvorschläge zum Stadtbus mit!

 


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